Wir waren dabei! Schützenfest in Hannover

Unvergesslich wird das Erlebnis für unsere Schützendamen sein, einmal beim weltgrößten Schützenfest der Welt in Hannover dabei gewesen zu sein. Zusammen mit dem Kirchtimker Musikzug nahm man an diesem Ereignis teil. Früh morgens auf einem heiligen Sonntag fuhr der Bus aus Rüspel los in Richtung Hannover.


Nach einer kurzen Rast um Kräfte für den 4,5 Kilometer langen Umzug zu bekommen, kam man pünktlich in Hannover an um die einzigen Regentropfen des Tages abzubekommen. Also kurz den Schirm aufgespannt und den anderen Umzugsteilnehmern bewundert zu geguckt. Mit dem 10 Uhr Glockenschlag ging der erste Zug los in Richtung Altstadt und dem Schützenplatz. Da man selber die Startnummer 94 hatte, musste man lange auf den Befehl des „Gleichschritt marsch“ warten. So bewunderte man die verschiedensten Uniformen. So konnte man Männer in schwarzen Fräcken mit Zylindern bestaunen, alte Trachten und sogar historische Uniformen. Allerdings hatte man auch Mitleid mit einigen dagewesenen Königen die nicht nur auf der Brust stolz eine Königskette tragen durften, sondern auch der Rücken gefüllt mit Königschildern des Vereines verziert war.

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Die mitgereisten Damen samt Musikzug Kirchtimke stellten sich einem gemeinsamen Gruppenfoto am Maschsee in Hannover

Kurzerhand wurde ein Telefonat nach Rüspel gestartet um das Warten zu verkürzen und zu erfahren welche Startnummer gerade im Fernsehen zu sehen sei, und als die Antwort 24 kam, merkte man an das die Zuhausegebliebenen noch etwas warten müssten um die Damen live zu erleben. Dann ging es auch nach fast unschierlich langem Warten auch für die Startnummer 94 los. Der Musikzug, der durch die Lautsprecheranlage angekündigt wurde, vorweg und die Rüspeler Damen mit einigen Männern die die Fahne tragen durften im Gleichschritt hinterher.


Der Zug bewegte sich durch Hannovers Altstadtstraßen wobei sich ein imposantes Bild den Marschierenden erschließt. Die Straßen sind gefüllt mit Menschen die seit dem frühen Morgen die besten Positionen auf Klappstühlen besetzen und ausgestattet mit Kühl- und Essensboxen auf das Ende des Ummarsches warten. Auch die Ehrengäste und ehemalige Hannoveraner Ursula von der Leyen, Bundesarbeitsministerin, und Philipp Rösler, Bundeswirtschaftsminister, saßen auf den Tribünen und schauten sich das Spektakel an. Aus Reihen des Publikums ist oftmals zu hören gewesen dass die weißen Röcke der Damen richtig schick aussehen und schon war die Debatte in der Abteilung gestorben das man eine andere Farbe für die Uniform wählen sollte.


Das Stimmung verbreiten  nicht nur Sache des Musikzuges Kirchtimke gewesen war, sondern auch die der Rüspeler Damen, konnte man an der bekannte Rüspeler La Olla-Welle erkennen. Angeschoben durch die Rüspeler machte das Publikum nebst Spielmannzug Lichtenhorst, die direkt hinter den Rüspeler waren, mit wenn sie nicht gerade spielten. Also hatte man alles im Griff, was man von den Fahnenträgern nicht immer behaupten konnte. Durch eine stärke Windböe hatten die gestandenen Männer Schwierigkeiten die Fahne im Zaum zu halten. Aber die Rüspeler wären keine Männer, hätten sie das Problem nicht in Griff bekommen und haben so alles bis zum Ende gut festgehalten.


Nach 4,5 Kilometer Fußmarsch erreichte man den Festplatz mit den vielen Budden und Geschäften. Verteilt machte jeder seine Erkundungen auf dem Schützenfest der besonderen Art. Denn haben die Bayern ihr Oktoberfest, so haben die Niedersachsen ihr Schützenfest. Die bekannte „Lütje Lage“ (kleines Glas Altbier mit einem Korn zusammen trinken) gehörte ebenso zum Programm wie ein Tänzchen mit einem unbekannten Mann den man aber dadurch kennenlernen durfte. Die Schützen sind eben eine große Familie und jeder hält zu jedem und ein DU ist gleich Programm wenn man sich kennenlernt.


Leider viel zu früh, wegen der schulpflichtigen Kinder aus dem Musikzug, musste man die Heimreise aus der Landeshauptstadt antreten. Aber ein Gesprächsthema hatten alle: „Wann geht es das nächste Mal zum größten Schützenfest der Welt? Ich bin auf jeden Fall dabei!“.


Hintergrund der „Ausfahrt“ ist das diesjährige 40jährige Bestehen der Damenabteilung. Dieses soll nicht groß gefeiert werden, sondern nur genossen. Das nahm Damenleiterin Helga Rathjen zum Anlass „ihre“ Riege beim Schützenfest Hannover für einen Platz im Ummarsch zu Bewerben. Und man bekam sogar einen der hart umworbenen Plätze im diesjährigen Ummarsch zugeteilt.
 


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